szmmctag

  • Staatliches Museum Ägyptischer Kunst

    Meine Blogabstinenz wurde auch genutzt um unter anderem das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst (München) zu besuchen. Aufgefallen sind mir dort präastronautische Evergreens wie etwa „Coneheads“, der Djed-Pfeiler und – mehr oder weniger fehl am Platz – Genien aus Assyrien mit und ohne DNS-„Lebensbaum“:

    ▪ Djed-Pfeiler & Ankh ▪

    bild01

    ▪ Ägyptische Coneheads ▪

    Bild03

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    Bild04

    Bild 2+3 zum Vergrößern anklicken!

    ▪ Assyrische Genien mit Uhr & Laptop-Tasche) ▪

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    Bild07

    ▪ Genien am DNS-Lebensbaum ▪

    Bild05

    Zum Vergrößern anklicken!

  • Teufelsspuk & Nonnenschreck

    angelos

    Für mich als gebürtigen Sowjetbürger mit atheistischem Hintergrund sind religiöse Orden kulturfremd... :> Pauschal bin ich davon ausgegangen, dass es in Klöstern jedoch ruhig und beschaulich zugeht was offenbar aber ein Trugschluss ist, zumindest wenn man den historischen Aspekt betrachtet.

    Gerade abgeschlossen habe ich das Buch DER MENSCH DES BAROCK. Dabei handelt es sich um eine Anthologie, herausgegeben von Rosario Villari. Beleuchtet wird die Epoche aus verschiedenen Blickwinkeln, unter anderem auch aus der religiösen Perspektive.

    Ganz offenbar waren Klöster im 17jahrhundert oft Horte von „zwanghafter Teufelsbesessenheit“ mit „Nächten voller Schreckensbilder“ (O-Ton). Was dramatisch klingt fand seinen Ausdruck in sogenannter Bekenntnis-Literatur in der allerhand gruselige „Begegnungen“ und Vorfälle“ geschildert wurden, daneben aber auch himmlische Schauungen.

    Die Sache ist für uns interessant, da solche „Vorfälle“ belegen könnten, dass Menschen in psychologischen Ausnahmesituationen dazu neigen „paranormale“ oder „außerweltliche“ Erscheinungen zu „produzieren“, die auch von anderen Personen wahrgenommen werden können bzw. die sich in der physisch-realen Welt niederschlagen.

    Dazu gehören auch „Schlafzimmerbesuche“ wie wir sie heute aus dem Ufokontext her kennen. So beschrieb eine Nonne folgendes Szenario:

    Da hatte ich die Vision einer großen Wolke um das Bett, auf dem ich ausgestreckt lag, und ich sah zu meiner Rechten meinen Schutzengel. Er war von einer seltenen Schönheit, einem Jungen von 18 Jahren gleich, mit langem blonden und leuchtenden Haar, das auf die linke Schulter meines Beichtvaters fiel (…). Ich sah auch den heiligen Josef in Form und Gestalt eines Mannes, mit einem strahlenden Gesicht und langem Haar (…). Er näherte sich mir und legte die Hand auf meine rechte Rippe, dorthin, wo der Schmerz immer am heftigsten gewesen. Mich deuchte, dass er diesen Teil meines Körpers salbte, und bald darauf fühlte ich, wie mir die äußerlichen Sinne zurückkamen und ich vollständig geheilt war“.

    Diese „übersinnlichen“ Heilungen kennen wir auch von „Außerirdischen“ wie dieser Fall illustriert!

    Im Buch findet sich auch ein Hinweis auf die Karmeliterin Maria Coronel die gegen 1620 ihr Gelübde abgelegt hatte und offenbar über die Gabe der „Bilokation“ verfügte, da sie zeitgleich in Spanien und Mexiko auftauchen bzw. sich manifestieren konnte. Dort ist auch die Rede von „ekstatischen Erlebnissen“ die allerdings nicht näher erläutert wurden, da das Thema im Buch lediglich angeschnitten worden ist.

    Offenbar fördert die „absonderliche“ Lebensform im Kloster solche Phänomene, wie auch die Schilderungen der Hildegard von Bingen nahelegen…

    kloster

    Xenoglossie und die Greise von Wamfin

  • ▪ Urlaub: 13.04 - 26.04.2015 ▪

    ottobrunn

    baum

  • ▪ scareoplanes ▪

    airship

    ▪ Dank an Donnie Darko für das krasse Bild! ▪

    Heute (03-03-2015) ist bei mir das Buch “UFOs of the First World War” von Nigel Watson eingetroffen. Es geht in diesem, Nomen est omen, um kuriose Luftaktivitäten vor und während des WW¹.

    Beim ersten durchblättern fiel mir auf, dass auch die heute bekannten UFO-Charakteristiken genannt wurden, etwa lautloses Schweben und der Einsatz von massivem „Suchlicht“ mit welchem der Luftraum bzw. der Boden illuminiert worden ist.

    london

    Offenbar war den Zeugen dabei nicht klar was sie da sahen. Eine klassische Beschreibung lieferte ein Mann aus Ontario, Kanada, im Jahr 1914:

    „…I cannot find anyone who heard the noise of the motors. […] I could not swear, though, that it was an aeroplane. All I can say is that it looked like one to me”.

    Bei dieser Sichtungswelle bezeichnete man die Vehikel aufgrund ihrer unkonventionellen Erscheinung und ihres Flugverhaltens als „Scareoplanes“…

    Kurioserweise wurden diese Vorfälle damals mit deutschen Militäraktivitäten “erklärt”, wobei jedoch unklar blieb, warum diese mit starken Scheinwerfern operieren sollten.

    Diese Suchscheinwerfer wurden übrigens auch bei der Airshipwelle von 1896/97 eingesetzt (Bericht & Bericht), spielte bei einem „Kryptidenfall“ 1903 eine Rolle (Bericht) und auch die „moderne“ Hudson-Valley-Welle war geprägt von Illumination (Bericht). Offenbar unterliegen „UFOs“ dem Zwang ihre Umgebung erleuchten zu müssen… :>

    Die Sichtungswelle(n) / Flaps der „Mystery Airships“ begannen 1908 in den USA, Dänemark und Schweden. Bei den Skandinaviern wurden Luftschiffe mit Flügeln beobachtet. Ein Jahr später, im Zeitfenster von März bis Ende Mai, wurde Großbritannien heimgesucht.

    air

    Die Vehikel tauchten über Ostengland, Südwales und Irland auf. Als besonders erwähnenswert erschien den Zeugen die relativ hohe Geschwindigkeit mit der sie sich bewegt haben sollen. Die Form wurde mit „torpedoförmig“ angegeben.

    Diese „Welle“ enthielt bereits alle „Zutaten“ die wir auch vom modernen UFO-Phänomen her kennen. Sie bewegten sich sehr schnell am Himmel, strahlten gleißendes Licht aus und waren ihrer Zeit technisch voraus. Hinzu gesellten sich auch die ersten „Begegnungen der Dritten Art“ da oftmals Piloten an Bord beobachtet worden sind.

    Besonders interessant ist in der Hinsicht ein Vorfall der sich am 18. Mai am Caerphilly Mountain, Südwales, abspielte. Ein Zeuge beobachtete ein zigarrenförmiges Luftschiff und zwei Männer mit Felljacken/Fellmützen die etwas vom Boden aufklaubten und sich dabei in einer unverständlichen Sprache unterhielten. Nachdem sie den Zeugen bemerkt hatten sprangen sie in ein am Luftschiff befestigtes Gestell und flogen davon.

    Licht spielte bei den Phänomenen (ich muss mich hier wiederholen) eine entscheidende Rolle. Die St Olaf, ein Schiff welches sich an der Küste vor Blythe, Northumberland, befand wurde von einem Luftschiff angeflogen. Es „parkte“ direkt über den Seeleuten und illuminierte sie mit fünf an Bord befindlichen Scheinwerfern um später wieder abzuziehen.

    ww1

    1909 erreichte die unbekannten Vehikel wieder die USA. Ein Wallace Elmer Tillinghast behauptete, dass die Sichtungen auf sein Luftschiff zurückgehen würden. Er habe einen geheimen Stützpunkt in Worcester, Massachusetts, errichtet. Belegen konnte er seine Aussagen jedoch nicht.

    Ob hier das „Namegame“ hineinspielt? Am 22. Dezember wurde über Worcester, ARKANSAS, ein Luftschiff von mehreren Zeugen beobachtet, darunter einer Truppe Polizeibeamter. Wie üblich schien starkes Licht von dem Objekt.

    Zeugen berichteten auch zwei rote, separate Lichter gesehen zu haben. Die Elemente „schwarze Masse“, „intensives Licht“ und „rötliche Leuchten“ kennen wir auch von „neumodischen“ UFOs.

    1913 ging es in UK heiß her, wobei diesmal nicht nur „Luftschiffe“ sondern auch bizarre Lichter gesehen wurden. Eine Zeugin beschrieb, dass von einem dieser Lichter Schwefelgestank ausging bzw. es roch wie Feuerstein. Andere schilderten die Lichter hätten ihr Gesicht verbrannt und die Haare versengt. Erklärt wurde dies mit „Leuchtkäfern“, phosphoreszierendem Gas und anderem, die „Deutung“ war damals nicht intelligenter als heute…

    Besonders dramatisch verlief die Begegnung der Othello, welche sich am 27. Februar 170 Meilen nordöstlich von Spurn Point auf hoher See befand. Ein Luftschiff setzte sich über sie und blendete die Besatzung, die sich vollständig an Deck versammelt hatte um den Besucher zu bestaunen. Es war taghell.

    Das Ereignis muss ziemlich dramatisch abgelaufen sein – siehe die zeitgenössische Skizze aus einer Zeitung unten. Die Lichtquelle / das Luftschiff umkreiste das Schiff dabei, hielt seine Scheinwerfer jedoch immer darauf gerichtet. Von dem „Ding“ gingen Propellergeräusche aus. Es verschwand westwärts.

    airship

    Fortsetzungsrezension mit diversen Updates

  • Das Truppenamt und der WW²

    seeckt

    Ein Leser hat mir das Buch „Der Krieg der Generäle – Hitler als Werkzeug der Wehrmacht“ von Carl Dirks und Karl-Heinz Janßen empfohlen. Darin wird die These erörtert, dass sowohl die Aufrüstung im ³Reich als auch die ersten Kriegsziele des WW² schon in der Weimarer Republik ausgearbeitet worden sind.

    Bereits im Vorfeld habe ich ja über die „Seilschaft“ Hitler und Reichswehr berichtet (Einer von Siebzig) aus der hervorgeht dass Hitler „politisiert“ und „ausgerichtet“ wurde, nicht nur er alleine, sondern eine ganze Reihe von Agitatoren die versuchten in Berlin eine Politik zu etablieren, die mit den Zielen der Militärs konform ging, wobei auch die Wirtschaft ihren Teil dazu beitrug (Hitler und das Kapital), Hitler als Marionette des militärisch-industriellen Komplexes wenn man so will.

    Die Kriegsvorbereitungen begannen bereits 1923/24 als General Hans von Seeckt, Chef der Heeresleitung das „Truppenamt“ schuf, an sich nichts weiter als einen Generalstab, der laut des Versailler Vertrages verboten war.

    Beteiligt daran waren 14 Offiziere, 6 Majore und 8 Hauptleute. Das Ziel war ein Heer mit 102 Divisionen vorzubereiten, „zufällig“ die Zahl der Divisionen die am 1. September 1939 zum Weltkrieg ausgerückt sind. (S. 11 + 13)

    Wozu diese Armee dienen sollte, drückte von Seeckt im Jahr 1925 aus:

    Wir müssen Macht bekommen, und sobald wir diese Macht haben, holen wir uns selbstverständlich alles wieder, was wir verloren haben“. (S. 27)

    In diesem Sinne äußerte sich auch der in die Planungen involvierte Hauptmann Behschnitt. Dirks & Janssen fassen dessen Überlegungen zusammen:

    Um 2,8 Millionen ungediente heranwachsende auszubilden, mangelte es der Reichswehr erheblich an Führern, Spezialisten und Lehrpersonal. Es sei denn, dass ‚dem Beginn des Krieges eine hinreichend lange Rüstungszeit vorangeht, innerhalb derer ohne Rücksicht auf die Bindungen des Versailler Diktats das erforderliche Personal vor Beginn der allgemeinen Ausbildung herausgebildet werden kann’“. (S. 26)

    Es handelte sich dabei keineswegs um eine Defensivarmee, die Zielsetzung war der Angriff / Überfall auf die Nachbarstaaten. In der Hinsicht war auch eine Begebenheit interessant die von General von Viehbahn nach dem WW² geschildert worden ist.

    Er bekam während der Sudetenkrise im September 1938 von dem neuen Generalstabschef Franz Halder den Befehl, aus dem Archiv die Vorschriften für den Angriffskrieg zu holen, die dort seit 1923 [sic] verstaubten“. (S. 28)

    Noch bevor die neue „Wehrmacht“ entstanden war, war zumindest das erste Kriegsziel schon anvisiert, es sollte nach Osten, genauer nach Polen gehen, wobei der Hitler-Stalin-Pakt seinen Vorläufer im Vertrag von Locarno fand.

    Dieser ermöglichte es der Reichswehr im Geheimen aufzurüsten (siehe auch die Erinnerungen des „Panzergenerals“ Guderian der schildert wie die Saat der deutschen Panzerarmee in der UdSSR gesät wurde) und Polen „einzukreisen“:

    Seit Locarno hatte die Reichswehr nur noch einen Hauptfeind – Polen. Die Generalität und auch die führenden Beamten im Auswärtigen Amt waren sich Anfang der dreißiger Jahre einig: Polen musste noch einmal geteilt werden. Man wollte nicht nur Danzig befreien und den Korridor in Westpreußen beseitigen, sondern sich mit den Russen an der Grenze von 1914 treffen, was, wie wir wissen, auch ein Seeckt, Wirth und Cuno schon angestrebt hatten“. (S. 44)

    Von daher ist es meiner Meinung nach auch ziemlich unsinnig davon auszugehen, dass Hitler, sozusagen im „Alleingang“ und gegen den Wunsch der Generalität (so wird das ja gerne dargestellt) den Zweiten Weltkrieg entfachte. Die Pläne lagen bereits vor, als Hitler sich noch als „Putschist“ und Kneippenredner in München versuchte.

    Auf die „Wechselwirkung“ von Militär & Wirtschaft kommt man immer wieder zu sprechen. Das die „moderne“ Bundesrepublik diesen Zusammenhang nicht sehen wollte bzw. die „alte“ BRD immer noch nicht sehen will, lässt sich damit erklären dass die führenden Köpfe der Bundeswehr bzw. der deutschen Wirtschaft die das Land aufbauten auch jene waren, die zuvor Hitler „erschaffen“ und an die Macht gebracht haben – natürlich bedingt durch die Zeitspanne nicht immer in Persona, aber zumindest durch die „Institution“. Dirks & Janssen über die „Zuträger“ aus der Wirtschaft:

    Mitte November 1932 haben namhafte Industrielle, angestiftet von dem ehemaligen Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht, in einer Bittschrift an den Reichspräsidenten Hitler als nächsten Präsidialkanzler gefordert“. (S. 47f)

    Interessant ist übrigens, dass der von Hitler* geplante (bzw. der von der deutschen Wirtschaft geplante und Hitler zugetragene) europäische „Wirtschaftsraum“ unter deutscher Führung“ noch heute umgesetzt wird: Die EU!

    Als Perspektive, die sich letztlich aus einer solchen Bündniskonstellation ergeben könnte, nannte Hitler gegenüber Goebbels Ende Mai die ‚Vereinigten Staaten von Europa unter deutscher Führung. Das wäre die Lösung.’“ [Peter Longerich, Goebbels Biographie, S. 318, ISBN: 978-3-88680-887-8]

    Das Ziel ist einfach und banal. Alle Handelshindernisse / Schutzbarrieren der lokalen Wirtschaft anderer Staaten Europas wurden ausgeräumt und im gesamteuropäischen Raum werden die besten „Köpfe“ angeworben die gen Deutschland streben, wobei der Konkurrenzdruck Billiglöhne ermöglicht.

    Nachdem Hitler gescheitert ist, hat man die Ziele mit „Friedenspolitik“ geschaffen die vom deutschen Steuerzahler gegenfinanziert worden ist, während allein die deutschen Konzerne und Unternehmen profitiert haben.

    Oder, um es mit den Worten von Peter Schmidt vom Neuschwabenland-Treffen in Berlin zu sagen: „Wo früher die Wehrmacht stand, steht jetzt der Euro“!

    * Wobei Adolf Hitler übrigens nicht der einzige Menschenschinder war der ein „einiges“ und somit besser zu kontrollierendes Europa wünschte. Auch der abartige Lederfetischist und Massenmörder Trotzki war ein großer Freund des „Europäischen Gedankens“ als leicht zu überwachenden Völkerkerker!

    Unternehmen „Otto“ | „Barbarossa“

    Hitler machte nach seiner „Machtergreifung“ noch „Fehler“ die später „korrigiert“ werden mussten. 1934 etwa schloss er einen zehnjährigen Nichtangriffspakt mit dem polnischen Marschall Pilsudski, was zum „Entsetzen der Konservativen“ führte (S. 69), immerhin durchkreuzte der „böhmische Gefreite“ so die seit über 10 Jahren ausgearbeiteten Kriegspläne gegen das Nachbarland.

    Hitler wurde angeleitet Deutschland aus der Abrüstungskonferenz in Genf herauszunehmen und auch aus dem Völkerbund auszutreten. Drahtzieher waren hierbei Militärs und der konservative Reichsaußenminister Freiherr von Neurath. (S. 54)

    Am 28. April 1939 kündigte er das Flottenabkommen mit Großbritannien, nicht etwa aus eigenem Entschluss, sondern auf Drängen der Marine (S. 99).

    Noch interessanter wird die Angelegenheit wenn man sich die historische Entwicklung von „Fall/Unternehmen Barbarossa“ ansieht. Glaubt man der historischen Legende, so plante Hitler den Angriff auf die UdSSR.

    Als „Beweis“ habe seine Schrift „Mein Kampf“ zu gelten, bei der übrigens die Urheberschaft noch immer nicht feststeht (Artikel²) Tatsächlich stellte sich die Angelegenheit mit „Plan Otto“ jedoch völlig anders dar:

    Nicht Adolf Hitler hat diesen Plan erfunden - er hat zwei Monate lang nichts davon gewusst -, sondern sein Generalstabschef, der General der Artillerie Franz Halder. Das Unternehmen ‚Otto’ ist so angelegt, dass die Wehrmacht noch im Spätsommer 1940 mit 80 Divisionen und 400.000 Mann Reserve antreten soll. (S. 127)

    Halder hatte den Plan ‚Otto’ ab Mitte Juni 1940 nur mit einem kleinen Mitarbeiterstab vorbereitet: dem Generalmajor Walter Buhle, Chef der Organisationsabteilung, dem Chef des Stabes der 18. Armee […] Generalmajor Erich Marcks […], dem Chef des Transportwesens, General Rudolf Gercke, und dem Chef der kartographischen Abteilung, Oberst Gerlach Hemmerich. (S. 131)

    Nachdem sich Halder die Zustimmung seines Oberbefehlshabers von Brauchitsch hatte geben lassen, setzte er seinen Alleingang fort. Am 3. Juli 1940 beauftragte er seinen Chef der Operationsabteilung, Oberst Hans von Greiffenberg, zu prüfen, ‚wie ein militärischer Schlag gegen Russland zu führen [sei], um ihm die Anerkennung der beherrschenden Rolle Deutschlands in Europa abzunötigen’“. (S. 132)

    Dazu die Autoren Dirks und Janssen:

    Die Leichtfertigkeit, mit welcher der Generalstab schon 1940 den Krieg mit Russland eröffnen wollte, zeigte sich in der Einschätzung Brauchitschs, Russland habe 50 bis 75 gute Divisionen, was zweifellos heißen sollte, der größere Teil der Roten Armee tauge nichts.“ (S. 137)

    Diese Planungen gingen an Hitler - immerhin der Oberste Befehlshaber der Wehrmacht - und seinen Führungsgehilfen Keitel und Jodl, als auch am Wehrmachtsführungsstab, vorbei! (S. 136)

    Tatsächlich navigierte Hitler nach dem erfolgreichen „Westfeldzug“ in eine ganz andere Richtung, die Truppenstärke der Wehrmacht sollte reduziert werden!

    Mitten in seiner Triumphstimmung nach der Schlacht bei Dünkirchen und im Artois hatte Hitler Ende Man dem Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, eröffnet, er wollte jetzt das Feldheer demobilisieren. Es solle um 35 Divisionen auf 120 verringert werden. Künftig sei die Kriegführung eine Sache von Luftwaffe und Marine.“ (S. 128)

    Das klingt nicht nach einem geplanten Angriff auf die Weiten der Sowjetunion, sondern nach einem weiterzuführenden Kampf gegen Großbritannien, der tatsächlich im Schwerpunkt von Marine und Luftwaffe getragen wurde!

    „Otto“ wurde effektiv getarnt, weder Hitler noch die UdSSR bekamen von den Vorbereitungen etwas mit:

    Mithin hatte der Generalstabschef ohne Wissen Hitlers im Juli 1940 bereits 600.000 Mann im Osten aufmarschieren oder disponieren lassen“. (S. 130)

    Dementsprechend bezeichnen die Autoren Dirks & Janssen Adolf Hitler auch als (Durch)Führer bereits feststehender militärischer Pläne. Der „Politiker“ Hitler wurde vom Militär „erschaffen“ und als Marionette „zweckmäßig“ eingesetzt!

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